Geprüft/aktualisiert: · Quellen (6) · redaktionell recherchiert
Rot verbindet Plus mit Plus. Schwarz geht vom Minuspol des Spenders an einen Massepunkt des Pannenfahrzeugs, nicht an dessen Batterie. Das schwarze Kabel am Pannenfahrzeug ist die letzte Verbindung beim Anschließen und die erste beim Abklemmen. Die Betriebsanleitungen beider Fahrzeuge gehen dieser Anleitung vor.
Schutzbrille tragen, keine Funken, offene Flamme oder Zigarette in Batterienähe, kein Werkzeug und kein Schmuck über den Polen: Metallische Gegenstände dürfen die Pole nicht berühren oder überbrücken (laut VARTA Automotive). Auch wartungsfreie und AGM-Batterien können Gas abgeben, Belüftung und Funkenfreiheit gelten immer. Die Regeln im Einzelnen: Sicherheit an der Autobatterie. Bei Unsicherheit rufen Sie den Pannendienst.
Vorab: Betriebsanleitung, Hybrid, Elektro, Start-Stopp
Gehen Sie nur so vor, wie es die Betriebsanleitungen beider Fahrzeuge vorsehen. E-Autos haben eine 12-V-Starterbatterie; Starthilfe zu empfangen ist laut ADAC meist erlaubt, Starthilfe zu geben meist vom Hersteller nicht vorgesehen. Einzelne Hersteller untersagen laut Fachpresse auch das Empfangen. Bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen gilt deshalb ausschließlich die Betriebsanleitung. Bei Fahrzeugen mit Start-Stopp-System ist laut ADAC immer der vorgesehene Massepunkt im Motorraum zu verwenden (Schritt 7).
Die Ratgeber unterscheiden sich in einem Punkt: der Reihenfolge der beiden roten Klemmen. Die Anleitung unten folgt der nummerierten Folge des ADAC; im Hinweiskasten direkt unter den Schritten steht, worin VARTA Automotive abweicht und was in beiden Fällen gleich bleibt.
Ob Ihre Beobachtungen am Fahrzeug überhaupt zu einer leeren Batterie passen, klärt vorab die Seite Auto springt nicht an: Batterie oder etwas anderes?. Alle Wege bei leerer Batterie, vom Spenderfahrzeug bis zum Pannendienst, bündelt der Bereich Batterie leer.
Was Sie brauchen
- Ein Spenderfahrzeug mit derselben Spannung, dessen Betriebsanleitung Starthilfe zulässt.
- Ein Starthilfekabel. Laut ADAC mit einem Querschnitt von mindestens 25 mm², nach DIN 72.553 oder ISO 6722, mindestens 2 m lang und mit vollisolierten Polklemmen. Details und Auswahlhilfe unten im Abschnitt zum Kabel.
- Schutzbrille (VARTA Automotive) und, wenn vorhanden, säurefeste Handschuhe (der ADAC nennt sie für Arbeiten an der Batterie beim Batteriewechsel).
- Warnweste und Warndreieck, wenn Sie an einer befahrenen oder unübersichtlichen Stelle stehen (ADAC).
- Die Betriebsanleitungen beider Fahrzeuge, besonders der Abschnitt zu Starthilfe und Anschlusspunkten.
Das Anschlussdiagramm
Das Diagramm zeigt die vier Klemmpunkte der Schritte 4 bis 7. Es ist ein Schema, keine maßstäbliche Zeichnung: Lage von Batterie und Massepunkt unterscheiden sich von Fahrzeug zu Fahrzeug. Die Betriebsanleitung geht vor. Unter dem Diagramm steht dieselbe Information als Text.
Textfassung des Diagramms
- Klemmpunkt 1: rotes Kabel an den Pluspol des Pannenfahrzeugs (oder an dessen Starthilfe-Pluspunkt).
- Klemmpunkt 2: anderes Ende des roten Kabels an den Pluspol des Spenderfahrzeugs.
- Klemmpunkt 3: schwarzes Kabel an den Minuspol des Spenderfahrzeugs (oder an dessen vorgesehenen Massepunkt).
- Klemmpunkt 4: anderes Ende des schwarzen Kabels an ein unlackiertes, festes Metallteil im Motorraum des Pannenfahrzeugs, z. B. am Motorblock. Nicht an den Minuspol der leeren Batterie. Das ist die letzte Verbindung.
Die Schrittfolge
Arbeiten Sie die Schritte in dieser Reihenfolge ab. Die Schritte 4 bis 7 sind die vier Klemmpunkte des Diagramms. Wenn eine Bedingung nicht erfüllt ist, brechen Sie ab (siehe Abschnitt Abbruchbedingungen).
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Beide Betriebsanleitungen lesen
Lesen Sie die Betriebsanleitungen beider Fahrzeuge. Die dort beschriebene Reihenfolge und die vorgesehenen Starthilfe-Anschlusspunkte gehen vor dieser Anleitung (ADAC: „Halten Sie die dort beschriebene Reihenfolge unbedingt ein“).
Warum · Weicht man von der Reihenfolge der Betriebsanleitung ab, könnten laut ADAC im Extremfall die Batterie oder ein Steuergerät zerstört und die Helfer durch austretende Batteriesäure gefährdet werden.
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Pannenstelle absichern, Fahrzeuge vorbereiten
Sichern Sie die Pannenstelle ab (Warnweste, bei Bedarf Warndreieck). Stellen Sie die Fahrzeuge so, dass sie sich nicht berühren. Zündung und alle Verbraucher an beiden Fahrzeugen aus; beide Motoren aus (laut VARTA). Setzen Sie die Schutzbrille auf (laut VARTA).
Warum · Berühren sich die Fahrzeuge, besteht laut VARTA Automotive die Gefahr eines Kurzschlusses. Die Schutzbrille nennt VARTA Automotive wegen der Gefahr, dass sich Wasserstoff entzündet.
AchtungBeim Anklemmen müssen beide Motoren aus sein. Den Motor des Spenderfahrzeugs starten Sie erst nach dem Anklemmen (Schritt 8).
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Spannung prüfen und Pole eindeutig erkennen
Beide Batterien müssen dieselbe Spannung haben (in der Regel 12 V; laut VARTA wenige Oldtimer 6 V). Erkennen Sie Plus- und Minuspol anhand der Kennzeichnung eindeutig; im Zweifel nicht ausprobieren, sondern den Pannendienst rufen (ADAC).
Warum · Wer Plus- und Minuspol verwechselt, riskiert laut ADAC teure Schäden an der Fahrzeugelektrik.
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Klemmpunkt 1: Rotes Kabel an den Pluspol des Pannenfahrzeugs
Rotes Kabel an den Pluspol des Pannenfahrzeugs (bzw. an dessen Starthilfe-Pluspunkt, wenn vorhanden).
Warum · So lautet die Reihenfolge der ADAC-Anleitung; welche der beiden roten Klemmen zuerst kommt, wird in Ratgebern unterschiedlich angegeben (siehe Hinweiskasten unter den Schritten). Unstrittig: Rot (Plus) vor Schwarz.
AchtungKabel nur an den isolierten Kunststoffgriffen halten (VARTA Automotive).
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Klemmpunkt 2: Rotes Kabel an den Pluspol des Spenderfahrzeugs
Anderes Ende des roten Kabels an den Pluspol des Spenderfahrzeugs.
Warum · Das rote Kabel verbindet damit Plus mit Plus; beide Batterien müssen dafür dieselbe Spannung haben.
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Klemmpunkt 3: Schwarzes Kabel an den Minuspol des Spenderfahrzeugs
Schwarzes Kabel an den Minuspol des Spenderfahrzeugs (bzw. an dessen vorgesehenen Massepunkt).
Warum · Das schwarze Kabel führt vom Spender zum Pannenfahrzeug; an dessen Batterie wird es nicht angeschlossen (nächster Schritt).
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Klemmpunkt 4: Schwarzes Kabel an einen Massepunkt des Pannenfahrzeugs
Anderes Ende des schwarzen Kabels an einen Massepunkt des Pannenfahrzeugs: ein unlackiertes, festes Metallteil im Motorraum, z. B. am Motorblock – nicht an den Minuspol der leeren Batterie. Das ist die letzte Verbindung.
Warum · ADAC: „sonst droht Funkenflug“. Bei Start-Stopp-Fahrzeugen nennt der ADAC immer den vorgesehenen Massepunkt, weil sonst der Batteriesensor beschädigt werden kann.
AchtungNicht an den Minuspol der leeren Batterie klemmen. Das schwarze Kabel am Pannenfahrzeug ist die letzte Verbindung beim Anschließen.
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Spenderfahrzeug starten
Starten Sie den Motor des Spenderfahrzeugs und lassen Sie ihn einige Minuten laufen (ADAC).
Warum · Erst nach dem Anklemmen läuft der Spender; so gibt der ADAC den Ablauf vor.
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Pannenfahrzeug kurz starten
Starten Sie das Pannenfahrzeug kurz. Springt es nicht an: etwa eine Minute warten (laut VARTA) und erneut versuchen. Spätestens nach dem dritten erfolglosen Versuch abbrechen und professionelle Hilfe holen (laut ADAC).
Warum · Nach mehreren erfolglosen Versuchen drohen laut ADAC Schäden; deshalb die Grenze beim dritten Versuch.
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Beide Fahrzeuge laufen lassen, größeren Verbraucher einschalten
Nach dem Start beide Fahrzeuge einige Minuten laufen lassen. Schalten Sie im Pannenfahrzeug einen größeren Verbraucher ein (Gebläse, Licht; VARTA: Scheinwerfer oder Heckscheibenheizung).
Warum · Um Spannungsspitzen beim Trennen zu vermeiden und so die Bordelektronik zu schützen (ADAC).
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Abklemmen: schwarz am Pannenfahrzeug zuerst
Zuerst das schwarze Kabel vom Pannenfahrzeug abnehmen, dann das schwarze Kabel vom Spenderfahrzeug, danach das rote Kabel an beiden Fahrzeugen. Kabel nur an den isolierten Griffen halten (VARTA). Verbraucher wieder ausschalten, Motor laufen lassen.
Warum · ADAC; VARTA Automotive nennt „umgekehrte Reihenfolge“. Das schwarze Kabel am Pannenfahrzeug war die letzte Verbindung beim Anschließen und ist die erste beim Abklemmen.
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Danach: längere Strecke fahren oder laden
Fahren Sie eine längere Strecke oder laden Sie die Batterie mit einem Ladegerät. Achten Sie auf Fehlermeldungen; bei Wiederholung lassen Sie die Ursache in der Werkstatt klären (ADAC, VARTA).
Warum · Die Starthilfe behebt nur das Startproblem, nicht die Ursache. Bei Problemen kann laut ADAC zudem die Unterstützung der Servolenkung ausfallen.
Hinweis zur Reihenfolge der roten Klemmen: Die Reihenfolge der beiden roten Klemmen wird in Ratgebern unterschiedlich angegeben: Der ADAC nennt zuerst den Pluspol des Pannenfahrzeugs, VARTA Automotive zuerst den des Spenderfahrzeugs. Maßgeblich ist die Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs. Unstrittig und entscheidend: Rot (Plus) vor Schwarz; Schwarz am Pannenfahrzeug an einen Massepunkt, nicht an den Minuspol der Batterie; Schwarz am Pannenfahrzeug ist die letzte Verbindung beim Anschließen und die erste beim Abklemmen.
Abbruchbedingungen: Wann Sie aufhören
Brechen Sie die Starthilfe ab und holen Sie Hilfe, wenn eine dieser Bedingungen zutrifft:
- Die Polung ist unklar (ADAC).
- Die Spannung der Batterien ist ungleich (VARTA Automotive).
- Das Fahrzeug darf laut Betriebsanleitung nicht spenden oder empfangen (ADAC).
- Die Starthilfe-Anschlusspunkte sind vorgesehen, aber nicht auffindbar (VARTA Automotive).
- Drei erfolglose Versuche (ADAC).
- Das Kabel entspricht nicht der Norm, ist zu dünn oder nicht vollisoliert (ADAC).
- Die Batterie ist sichtbar beschädigt, ausgelaufen oder eingefroren: im Zweifel Pannendienst.
Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden
| Fehler | Warum es ein Fehler ist | Richtig |
|---|---|---|
| Schwarz an den Minuspol der leeren Batterie | ADAC: „sonst droht Funkenflug“; bei Start-Stopp kann der Batteriesensor beschädigt werden. | Schwarz an einen Massepunkt (Schritt 7). |
| Schwarz vor Rot anklemmen oder „Reihenfolge ist egal“ | Rot (Plus) kommt in beiden Ratgebern vor Schwarz. | Schritte 4 bis 7 in der angegebenen Folge. |
| Abklemmen in derselben Reihenfolge wie Anschließen | Beim Abklemmen gilt die umgekehrte Folge; das schwarze Kabel am Pannenfahrzeug ist zuerst dran. | Schritt 11. |
| Spendermotor läuft schon beim Anklemmen | Beim Anklemmen sind beide Motoren aus (VARTA Automotive). | Spender erst nach dem Anklemmen starten (Schritt 8). |
| Berühren sich die Fahrzeuge | Laut VARTA Automotive besteht Kurzschlussgefahr. | Fahrzeuge so stellen, dass sie sich nicht berühren (Schritt 2). |
| Unterschiedliche Spannungen | Gleiche Spannung ist Voraussetzung (VARTA Automotive). | Spannung in der Betriebsanleitung prüfen; sonst Pannendienst. |
| Direkt an die Batterie, obwohl Starthilfe-Anschlüsse vorgesehen sind | Laut VARTA Automotive darf das Kabel in diesem Fall nicht direkt an die Batterie. | Anschlusspunkte aus der Betriebsanleitung nutzen. |
| Nach drei Fehlversuchen weitermachen | Der ADAC rät, spätestens dann professionelle Hilfe zu holen. | Abbrechen, Pannendienst. |
| Ohne Nachladen oder Prüfung weiterfahren | Die Starthilfe beseitigt nicht die Ursache. | Schritt 12. |
Das richtige Kabel
Der ADAC nennt für ein brauchbares Starthilfekabel: Querschnitt mindestens 25 mm², Norm DIN 72.553 oder ISO 6722, mindestens 2 m Länge, vollisolierte Polklemmen, auch bei Kälte flexibel. Bei Dieselfahrzeugen sind die Startströme höher; deshalb sind dicke Kabel, gute Klemmen und eine gut geladene Spenderbatterie wichtig (VARTA Automotive). Entspricht das Kabel nicht der Norm, ist es zu dünn oder nicht vollisoliert, ist das laut ADAC ein Grund, die Starthilfe abzubrechen.
Die Angaben der Hersteller zur zulässigen Motorgröße unterscheiden sich von Kabel zu Kabel, und eines der Kabel im Katalog ist laut Hersteller nur für Benzinmotoren bis zu einer begrenzten Größe angegeben. Lesen Sie die Herstellerangaben im Angebot und gleichen Sie sie mit Ihrem Fahrzeug ab.
Besondere Fälle
Start-Stopp-Fahrzeuge
Hier ist laut ADAC die Minusleitung nicht am Batteriepol, sondern am vorgesehenen Massepunkt im Motorraum anzuschließen; sonst kann der Batteriesensor beschädigt werden. Fahrzeuge mit Start-Stopp haben laut ADAC mindestens eine EFB-Batterie. Wie sich die Batterietypen unterscheiden, steht unter AGM, EFB, Blei-Säure.
Batterie nicht im Motorraum
Viele moderne Fahrzeuge haben laut VARTA Automotive Starthilfe-Anschlüsse im Motorraum, die genutzt werden müssen. Das Kabel gehört dann nicht an die Batterie.
Oldtimer mit 6 Volt
Laut VARTA Automotive gibt es wenige Oldtimer mit 6-Volt-Batterie. Gleiche Spannung ist Voraussetzung für die Starthilfe; ohne sie wird nicht überbrückt.
Dieselfahrzeuge
Wegen der höheren Startströme kommt es laut VARTA Automotive besonders auf dicke Kabel, gute Klemmen und eine gut geladene Spenderbatterie an.
Kein Spender in Sicht
Ohne zweites Fahrzeug geht es nicht mit Kabel. Welche Alternativen es gibt, steht auf der Seite Batterie leer, kein zweites Auto; zur Winterpflege eines Boosters siehe Starthilfe-Booster im Winter.
Wann Fachhilfe nötig ist
Hilfe holen sollten Sie bei jeder Abbruchbedingung oben, bei unklarer Polung, bei sichtbar beschädigter, ausgelaufener oder eingefrorener Batterie und wenn die Betriebsanleitung Starthilfe nicht vorsieht. Nach erfolgreicher Starthilfe gehört ein wiederholtes Problem in die Werkstatt. Im Zweifel ist der Pannendienst die richtige Adresse.
Tritt das Startproblem vor allem an Frostmorgen auf, lesen Sie Auto springt bei Kälte nicht an. Wie voll die Batterie nach dem Nachladen tatsächlich ist, zeigt eine Messung in Ruhe: Autobatterie mit dem Multimeter testen.
Kurz-Checkliste zum Merken
- Beide Betriebsanleitungen gelesen, Starthilfe-Anschlusspunkte geklärt?
- Fahrzeuge berühren sich nicht, Zündung und Verbraucher aus, beide Motoren aus, Schutzbrille auf?
- Gleiche Spannung, Pole eindeutig erkannt?
- Rot: Plus an Plus. Schwarz: Spender-Minus an Massepunkt des Pannenfahrzeugs.
- Schwarz am Pannenfahrzeug zuletzt dran, zuerst ab.
- Nach dem dritten erfolglosen Versuch: aufhören.
- Danach: längere Strecke oder Ladegerät, auf Fehlermeldungen achten.
Häufige Fragen
Welches rote Kabel kommt zuerst: Pannenfahrzeug oder Spender?
Das wird in Ratgebern unterschiedlich angegeben: Der ADAC nennt zuerst den Pluspol des Pannenfahrzeugs, VARTA Automotive zuerst den des Spenderfahrzeugs. Maßgeblich ist die Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs. Unstrittig ist: Rot (Plus) kommt vor Schwarz, und Schwarz am Pannenfahrzeug ist die letzte Verbindung.
Warum darf das schwarze Kabel nicht an den Minuspol der leeren Batterie?
Der ADAC schreibt dazu: „sonst droht Funkenflug“. Bei Start-Stopp-Fahrzeugen kann laut ADAC außerdem der Batteriesensor beschädigt werden, deshalb gilt dort immer der vorgesehene Massepunkt. Geeignet ist ein unlackiertes, festes Metallteil im Motorraum, z. B. am Motorblock.
Muss der Motor des Spenders während des Anklemmens laufen?
Nein, im Gegenteil: Beim Anklemmen sind beide Motoren aus (VARTA Automotive). Der Spender wird erst nach dem Anklemmen gestartet und läuft dann einige Minuten (ADAC).
Wie oft darf ich es versuchen?
Der ADAC rät, spätestens nach dem dritten erfolglosen Versuch professionelle Hilfe zu holen. Zwischen den Versuchen warten Sie laut VARTA Automotive etwa eine Minute.
Geht das bei jedem Auto, auch bei Hybrid und Elektro?
Nein. E-Autos haben eine 12-V-Starterbatterie; Starthilfe zu empfangen ist laut ADAC meist erlaubt, Starthilfe zu geben meist vom Hersteller nicht vorgesehen. Einzelne Hersteller untersagen laut Fachpresse auch das Empfangen. Bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen gilt deshalb ausschließlich die Betriebsanleitung.
Darf ich Starthilfe zwischen Pkw und Transporter oder Lkw geben?
Nur bei gleicher Spannung. Beide Batterien müssen dieselbe Spannung haben (in der Regel 12 V; laut VARTA Automotive wenige Oldtimer 6 V). Starthilfe zwischen unterschiedlichen Spannungen, etwa zwischen einem 12-V-Pkw und einem Nutzfahrzeug mit höherer Bordspannung, ist keine Option.
Was, wenn die Batterie im Kofferraum sitzt?
Viele moderne Autos, bei denen die Batterie nicht unter der Motorhaube sitzt, haben laut VARTA Automotive Starthilfe-Anschlüsse im Motorraum, die genutzt werden müssen. In diesem Fall darf das Kabel nicht direkt an die Batterie angeschlossen werden. Wo die Punkte liegen, steht in der Betriebsanleitung.
Muss ich nach der Starthilfe in die Werkstatt?
Nicht zwingend sofort. Fahren Sie eine längere Strecke oder laden Sie die Batterie; bei Wiederholung des Problems oder Fehlermeldungen sollte die Ursache in der Werkstatt geklärt werden (ADAC, VARTA Automotive).
Diese Anleitung ist eine allgemeine Information. Sie ersetzt weder die Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs oder Geräts noch eine Fachwerkstatt. Arbeiten an der Autobatterie führen Sie auf eigene Verantwortung durch; eine Gewähr übernehmen wir nicht. Im Zweifel wenden Sie sich an eine Fachwerkstatt oder den Pannendienst.
Quellen und Stand
Geprüft/aktualisiert: 15.10.2026· Quellen (6)· redaktionell recherchiert, keine Produkttests
- ADAC: Auto überbrücken – So geben Sie richtig Starthilfe – Schritt für Schritt – ADAC, Stand 08.05.2026 (abgerufen 15.10.2026)
- VARTA Automotive: Wie man richtig Starthilfe gibt – VARTA Automotive, ohne Datum (abgerufen 15.10.2026)
- auto motor und sport: Herstellerregeln zur Starthilfe bei E-Autos: Was ist erlaubt, was nicht? – Fachpresse, Stand 27.01.2026 (abgerufen 15.10.2026)
- ADAC: Autobatterie leer? So werden Sie wieder schnell mobil und beugen vor – ADAC, Stand 10.03.2026 (abgerufen 15.10.2026)
- ADAC: Kaufberatung Autobatterie – Welcher Typ ist der richtige? – ADAC, Stand 09.03.2026 (abgerufen 15.10.2026)
- VARTA Automotive: Das richtige Laden von Autobatterien – VARTA Automotive, ohne Datum (abgerufen 15.10.2026)